Schnellere Szenenerstellung mit dem Vegetationsfeld
Die Schaffung von immersiven 3D-Umgebungen ist eine Herausforderung. Benutzer bemerken schnell Elemente, die sich fehl am Platz oder unnatürlich anfühlen. In Umgebungen abseits der Straße kann die organische Verteilung von Vegetation dazu beitragen, ein höheres Maß an Engagement zu erreichen, aber die manuelle Positionierung ist zeitaufwändig. Mit Vortex Studio 2017a führen wir ein neues Werkzeug für prozedurale Inhalte ein: das Vegetationsfeld. Damit können Benutzer schnell und effizient mehrere Kopien von Vegetationsobjekten wie Bäumen, Laub, Felsen und Gras zu einer Szene hinzufügen. Anstatt jedes Objekt einzeln positionieren zu müssen, verteilt das Vegetationsfeld die Objekte nach dem Zufallsprinzip auf der Grundlage der vom Benutzer festgelegten Dichte. Jedes Modell wird automatisch an die Topographie des Geländes angepasst. Das Ergebnis ist eine natürlich aussehende, synthetische Umgebung, die sehr viel schneller erreicht werden kann.
Die Dichte und Verteilung von Objekten kann mit einer Graustufentextur gesteuert werden, die als Dichtekarte dient. Die Farbe jedes Pixels definiert die lokale Dichte der Objekte. Ein rein weißer Bereich bedeutet, dass die Vegetation an dieser Stelle zufällig verteilt ist und die Anzahl der Instanzen maximal ist. Ein rein schwarzer Bereich bedeutet, dass es an der entsprechenden Stelle keine Vegetation gibt. Dies kann z.B. zur Identifizierung von Wegen und Straßen verwendet werden. Dazwischen liegende graue Bereiche passen die Dichte je nach ihrem Wert an.
Das Vegetationsfeld wird normalerweise in Verbindung mit der Bibliothek von SpeedTree-Assets verwendet, die in Vortex Studio Solo, Team und den akademischen Editionen enthalten sind, es kann aber auch mit anderen Assets verwendet werden. Es kann zum Beispiel ein Dorf mit mehreren Kopien eines Hausmodells oder einen Parkplatz mit Fahrzeugen bevölkern. Beachten Sie, dass die Verteilung der Objekte organisch und nicht in Reihen erfolgt.
Die Funktion Vegetationsfeld hat einige Einschränkungen, die Sie berücksichtigen müssen. Erstens passt sie zwar automatisch den Detailgrad (LOD) von Modellen auf der Grundlage des Betrachtungsabstands an, ist aber bei SpeedTree-Modellen auf die erste LOD-Einstellung beschränkt. Außerdem berücksichtigt es keine Schatten und kann sich zwar an das Terrain anpassen, aber diese Funktion funktioniert nicht bei starken Steigungen. Daher ist es am nützlichsten, um weit entfernte Bereiche einer Szene zu bevölkern, wobei einzelne SpeedTree-Assets und Mechanismen in Bereichen verwendet werden, in denen die Benutzer mit der Umgebung interagieren sollen.