Trainieren um zu gewinnen
Die ordnungsgemäße Schulung der Bediener ist ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheit auf der Baustelle.
Von VR-Simulatoren bis hin zu viralen Videoinhalten – Technologie und die digitale Welt nach der Pandemie zeigen intelligentere Wege auf, um zu kommunizieren, zu lernen und zu lehren. NIAMH MARRIOTT berichtet. Im Gespräch mit Chris Hines, Leiter der Personalentwicklung und -rekrutierung bei Mammoet, und Wilfred de Boer, Senior SPMT Supervisor bei Mammoet, wird deutlich, dass die größten Trends in der Ausbildung heute Sicherheit und Skalierbarkeit betreffen. Der Mangel an branchenweiter Standardisierung, globaler Zugänglichkeit und Kommunikation sind große Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Auch die digitale Landschaft verändert die Bedienerschulung, und zwar schnell.
Bedienerschulung – Was sind die größten Veränderungen und Trends?
Wilfred de Boer: Sicherheit ist das wichtigste Thema. In den letzten 15 Jahren hat die Zahl der SPMT weltweit dramatisch zugenommen. Und das Lustige daran? Jeder kann sie bedienen. Sie brauchen weder eine Lizenz noch eine Ausbildung. Es gibt keine Regeln dafür, keine Gesetze. Es ist etwas anderes als in der Kranindustrie. Chris Hines: Ich bin im Rahmen der Übernahme von ALE zu uns gekommen. Der Schwerpunkt liegt bei uns auf der Sicherheit. Was die Veränderungen und Trends betrifft, so geht es um den Umfang. Es geht darum, wie wir gemeinsame Sicherheitsstandards in einer mittlerweile riesigen Organisation erreichen und kommunizieren können.
Welches sind die größten Qualifikationsdefizite, die Sie mit Schulungen beheben müssen?
Chris: Ich denke, es kommt sehr darauf an, mit wem Sie sprechen. Die Bediener machen 60 bis 70 Prozent unseres Unternehmens aus. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, dass unsere Mitarbeiter in der Lage sind, unsere Maschinen sicher zu bedienen.
Wilfred: Was den Fachkräftemangel anbelangt, so gehen wir in alle möglichen Länder, es werden ständig neue Projekte gestartet und es wird immer schwieriger, Spezialisten vor Ort zu bringen, weil es vertragliche Probleme gibt. Sie müssen auf einheimische Mitarbeiter zurückgreifen und sie ausbilden. Sie müssen die richtigen Leute finden, technische Leute, die interessiert sind – und die hoffentlich Englisch sprechen oder bereit sind, es zu lernen. Englisch ist eine weltweit verbreitete Sprache, aber manchmal ist es die erste Hürde und Sie müssen die Vorteile des Erlernens dieser Sprache erklären.